Das Bieneninstitut in Mayen hat die Honige der drei #bienenlive-Völker im Labor ganz genau untersucht. Die Spezialisten haben einen ausführlichen Prüfbericht erstellt. Hier eine Zusammenfassung

Qualitätskontrolle
Im Labor zerlegen Experten den Honig in seine Bestandteile und können so seine Qualität einschätzen. | Bildrechte: WDR 2019/Ole Schleef

Wer Honig nicht nur zu seinem eigenen Vergnügen herstellt, sondern verkaufen möchte, der sollte sein Produkt analysieren lassen. Deshalb bieten Untersuchungsstellen wie das Fachzentrum „Bienen und Imkerei“ in Mayen professionelle Honiganalysen an. Die Spezialisten prüfen bestimmte Parameter und fällen dann ein Urteil über Sorte und Qualität des Honigs. Hier die wichtigsten Ergebnisse für die Proben der drei #bienenlive-Völker:

Charakteristik

Zum Charakter eines Honigs gehören auch jene Merkmale, die sich mit Zunge, Augen und Nase feststellen lassen. Die Sinne der Experten sind natürlich besonders geschult. Und so kamen sie zu folgendem Ergebnis:

Lindas Volk hat einen kräftigen Honig produziert: hell und bersteinfaben, flüssig, aromatisch und etwas herb.

Cleo bietet einen Honig mit besonderer Note: gelbbraun, feinkristallin, aber fließend, aromatisch und etwas malzig.

Ruby hat eher etwas für feine Zungen: bernsteinfarben, flüssig und mild-aromatisch.

Gesamtqualität

Wer Honig in Deutschland verkaufen möchte, muss ein Produkt abliefern, dass die Bestimmungen und Grenzwerten für chemische und physikalische Parameter der Honig-Verordnung (HonigV) einhält.  Alle drei Honige hätten gute Chancen, müssten aber weiteren Prüfungen standhalten.

Sorte

Auf der Grundlage der verschiedenen Parameter spricht das Bieneninstitut eine Empfehlung aus, wie die Sorte des Honigs bezeichnet werden sollte. Das ist bei der Vielfalt der Möglichkeiten nämlich gar nicht so einfach. Die drei #bienenlive-Honige sind ganz allgemein gesprochen „Blütenhonig“. Denn für die Honigproben von #bienenlive heißt es im Wortlaut:

Linda: „Der untersuchte Honig entstammt einer Mischtracht verschiedener Nektar- und Honigtauspender, sensorisch ist das Aroma aus der Lindentracht schwach wahrnehmbar, keine der Trachten ist prägend, eine botanische Sortenbezeichnung entfällt.“

Cleo: „Der untersuchte Honig entstammt einer Mischtracht verschiedener Nektar- und Honigtauspender, sensorisch ist keine der Trachten prägend, eine botanische Sortenbezeichnung entfällt.“

Ruby: „Der untersuchte Honig entstammt einer Mischung verschiedener frühlingsblühender Nektar- und Honigtauspender, sensorisch ist keine der Trachten prägend, eine botanische Sortenbezeichnung entfällt.“

Honigtau

Zwar gehen alle drei Honige zu mehr als 60 Prozent auf Nektarpflanzen zurück, weshalb sie den Namen „Blütenhonig“ tragen. Aber die Analyse ergab auch: Die Bienen haben sich manches Mal offenbar auch am Honigtau bedient, also an den zuckerhaltigen Rückständen von Blattläusen, aus denen Waldhonig entsteht.

Wassergehalt

Wie viel Wasser im Honig enthalten ist entscheidet darüber, wie haltbar er ist. Je höher der Wassergehalt, umso eher können sich darin Hefepilze bilden und es beginnt zu gären. Deshalb ist in der EU-Honigverordnung hierfür ein gesetzlicher Grenzwert von 20 Prozent festgelegt.

Alle drei Honige von #bienenlive haben einen geringen Wassergehalt: Linda 16,2 Prozent, Cleo 17,2 Prozent, Ruby 18,6 Prozent.

Elektrische Leitfähigkeit

Wie gut ein Honig elektrischen Strom leitet gibt Aufschluss darüber, wie viele Mineralien und Spurenelemente er enthält. Die Leitfähigkeit variiert je nachdem, wo die Bienen Nektar gesammelt haben. Sie wird in Siemens pro Meter gemessen. Meist sind die Werte so gering, dass die Einheit Millisiemens pro Zentimeter (mS/cm) gilt. Die Honig-Verordnung in Deutschland schreibt vor, dass die Leitfähigkeit der Blütenhonige höchstens 0,8 mS/cm betragen darf.

Alle drei #bienenlive-Honige liegen unter diesem Wert: Linda 0,65 mS/cm, Cleo 0,62 mS/cm, Ruby 0,53 mS/cm.