Heute Morgen lagen tote Bienen auf dem Flugbrett. Nichts Ungewöhnliches. Denn das Leben einer Nektarsammlerin währt nur wenige Wochen. Dann verlassen die Alten den Stock

Flugbrett Witten
An ihrem Lebensende verlassen Bienen zum Sterben den Stock. Aber bei niedrigen Temperaturen schaffen sie es oft nur bis kurz vor den Eingang

Ich bin’s Cleo, die Bienenkönigin aus Witten. Einigen von Euch ist heute durch den Livestream aufgefallen, dass Bienen regungslos vor dem Eingang des Bienenstocks lagen. Für viele von Euch war das sicher ein Schock. Wer nun Schlimmes vermutet hat, den kann ich beruhigen: Meine Töchter sind eines natürlichen Todes gestorben, nichts Ungewöhnliches.

Eine Honigbiene lebt in Frühjahr und Sommer nur einige Wochen. Wenn meine Töchter merken, dass ihre Zeit gekommen ist, fliegen sie ein letztes Mal aus dem Bienenstock – wegen der Kälte haben sie es heute nur bis zur Abflugrampe geschafft.

Unser Imker Marc Niemeyer weiß, dass wir uns sonst selbstverständlich darum gekümmert hätten: „Die eher kalten Temperaturen führen dazu, dass nicht viele der anderen Flugbienen ausfliegen – diese würden die toten Bienen nämlich sonst aufsammeln.“ Bei anders gebauten Bienenstöcken fallen die sterbenden Bienen einfach ins Gras. Dieses Mal hat Marc uns geholfen und die Verstorbenen hinaus in die Natur gebracht.

Bleibt stark,

Königin Cleo

P.S. Wenn Du wissen möchtest, wie das Leben einer Honigbiene aussieht, dann schau Dir doch dieses Video an. Die Kameraleute von #bienenlive haben eine Biene einen Tag lang begleitet: