Die drei Königinnen und ihre Völker haben den Sommer über nicht nur aller Welt die Türen in ihr Leben geöffnet. Gleichzeitig haben sie auch emsig Honig produziert. Aber wieviel süßes Gold gab es bei #bienenlive?

Eine Honigbiene fliegt mit Nektar nach Hause
Eine Honigbiene fliegt mit Nektar nach Hause | Bildrechte: WDR 2019 / Ole Schleef

Wenn es um Bienen geht, dann geht es auch um Honig: Bei #bienenlive haben die Königinnen erklärt, wie sie Honig produzieren. Im Datenzentrum konnte jeder verfolgen, wie sich täglich das Gewicht des Bienenstocks veränderte und so einen Hinweis darauf bekommen, ob die Honigproduktion läuft. Und ein Institut hat analysiert, was genau im Honig steckt – und welche Blüten die Bienen angeflogen haben.

Aber was hat der Bienensommer erbracht, was passiert mit dem Honig und welche Ziele haben die Imker für das nächste Jahr?

Königin Linda

Bienenkönigin LindaIm Prinzip kann ein Imker zweimal Honig ernten: Einmal etwa in der Mitte der Saison und einmal gegen Ende. Imker Christian Strulik hat sich entschieden, nur einmal in der Mitte zu ernten: Die so genannte „Frühtracht“ hat 11 Kilogramm süßes Gold erbracht. „Aber Honig ist ja nur ein Begleitprodukt. Die Bienen geben so viel mehr als den süßen Saft“, sagt Strulik. Die so genannte „Sommertracht“ lässt er den Bienen als Vorrat für die kühleren Monate. Der Honig ging an die Schüler der Bienen AG der Grundschule Ehrentrup, die sich mit um die Bienen gekümmert haben. Ein Teil wurde an die Zuhörer von WDR 2 verlost, den Rest verkauft Strulik in seiner Imkerei „Sommerkönigin“ selbst. Dieses Jahr hat er extra ein neues Etikett gestaltet. Linda und ihr Volk wird er Anfang Oktober vom Gelände der Grundschule Ehrentrup wieder zu seinen anderen zwölf Völkern nach Hause bringen.

Königin Cleo

Königin CleoImker Marc Niemeyer hat am Ende des Sommers 20 Kilogramm Honig bei Königin Cleo abgeholt. Er verkauft das süße Gold in einem nahegelegenen Supermarkt und in einem Blumenladen. Im Supermarkt gibt es ein ganzes Regal mit Honig von Imkern aus der Umgebung. Vorbildlich! „Und natürlich wird auch einiges von Haus aus verkauft oder verschenkt“, sagt der Schüler aus Witten. Genug hat er jedenfalls: Insgesamt haben seine Völker mehr als 400 Kilogramm Honig erbracht. Und im nächsten Jahr, so hat er sich vorgenommen, möchte er noch mehr Bienenvölker haben. Denn die Bienen werden ihm sicher nie langweilig werden, sagt er. Berufsimker zu sein, das kann sich Marc trotz der guten Ernte aber nicht vorstellen.

Königin Thea und Königin Ruby

Das Klostervolk in Köln-Junkersdorf hat Imkerin Silke Gimnich etwa 25 Kilogramm Honig geschenkt. Das ist ganz ordentlich dafür, dass die Honigfabrik in der Zwischenzeit ohne Leiterin dastand. Königin Thea hatte sich ja mit der Hälfte der Arbeiterinnen verdrückt. So wichtig ist Gimnich der Ertrag aber auch gar nicht. Einen Teil davon wird sie verkaufen, aber vor allem möchte sie andere Menschen mit dem süßen Gold beschenken. Ab Oktober ist im Volk strikte Winterruhe angesagt: Dann wird die Imkerin nur noch ab und zu vorbeigehen und nach dem Rechten sehen. Auch die Kameras sind dann ausgeschaltet. Im nächsten Frühjahr, so hofft sie, kann sie vielleicht einen Ableger bilden, also einen Teil des Volkes umsiedeln und mit einer weiteren Königin einen neuen Staat gründen. Dieses Jahr war ihr der von Thea geführte Schwarm ja leider verlorengegangen. Dann hätte sie mehr Honig zum Verschenken.