Silke Gimnich aus Köln-Junkersdorf

„Meine Bienen bezaubern mich“, sagt die Imkerin. Und bei #bienenlive war sie dabei, weil: „Ich bin neugierig auf unbekannte Einblicke in das Leben meiner Tiere.“

Porträt von Silke Gimnich
Silke Gimnich betreut den Bienenstaat in Köln-Junkersdorf

Schon als kleines Mädchen saß Silke Gimnich vor einem Bienenstock und beobachtete, wie die Insekten ins Eingangsloch hinein flogen und wieder hinaus, eine nach der anderen, stundenlang, ein einziges Gewimmel. So viele Wesen, die doch alle ihren Platz kennen und alle gemeinsam für eine große Sache arbeiten! Die Tiere haben sie geradezu verzaubert, „beewichted“, sagt sie. Damals war sie neun Jahre alt.

Heute gehören die Bienen so selbstverständlich zu ihrem Leben wie bei anderen Menschen etwa Hund oder Katze. Gemeinsam mit den Tieren kann sie die Natur intensiver erleben: die Jahreszeiten und das Wetter, das Wachstum der Pflanzen und die Vielfalt ihrer Blüten. Zudem bietet die Pflege der Bienen einen wohltuenden Kontrast zur Arbeit als Marketing-Managerin. Mit den eigenen Händen und allen Sinnen, mit Einfallsreichtum und Geschicklichkeit kann sie in den Mikrokosmos der Bienen eintauchen. Ganz analog.

Wo leben die Bienen?

Mit Ende 30 machte Gimnich einen Anfängerkurs im Bienen-Verein von Grevenbroich, seither hegt sie eigene Völker. In diesem Jahr sind es fünf. Sie stehen nur wenige Minuten Fußweg entfernt von ihrem Zuhause: Die Nonnen aus dem Kloster „Mägde Mariens der unbefleckten Empfängnis“ in Köln-Junkersdorf haben ihr erlaubt, die Bienenstöcke im Vorgarten aufzustellen. Von dort können die Tiere in alle Richtungen ausschwärmen und viele verschiedene Blüten erreichen.

Meine Heimat in NRW

Karte von NRW mit dem Rhein im Südwesten. Eingezeichnet sind die Standorte der Königreiche: Köln am Rhein, im Südwesten; Witten in der Mitte; Lage im Nordosten. Der Standort von Theas Königreich, Köln, ist hervorgehoben.

Was war los im Sommer 2019?

Silke Gimnich hatte sich vorgenommen, neue Völker großzuziehen und die Varroa-Milbe zu bekämpfen, die ihre Bienen immer wieder schwächt. #bienenlive  sollte ihr neue Perspektiven ermöglichen, neue Erfahrungen. Und bot ihr manche Überraschung. Bienen sind Wildtiere, sagt Silke Gimnich: Wir halten sie zu unserem Nutzen, aber wir können sie nur eingeschränkt lenken. Sie kommen auch ohne uns zurecht!

Für das Projekt hatte sie ihre Königin Thea ausgewählt, die sie auch ihre „Dicke Dame“ nennt. Doch pünktlich zum Internationaler Weltbienentag, am 20. Mai 2019 hat sich Thea mit einem Teil ihres Hofstaats aufgemacht in die Welt! Sie machte also etwas, das für Bienen völlig normal ist. Sie schwärmte, wie Bienenkenner sagen. Mehr dazu gibt es HIER.

Bis im Königinnenreich von Köln-Junkersdorf eine neue Königin gekrönt wurde, nahm die Ammenbiene Sarah den Platz von Thea ein. Ammenbienen haben ein wichtige Aufgabe im Staat: Sie sorgen für die Larven und ziehen all die Bienen groß, für die die ausgeschwärmte Königin zuvor noch Eier gelegt hat. Schließlich aber kletterte Königin Ruby auf den Thron.

HIER kannst Du mehr erfahren.

Mehr als 100 Schulen bei #bienenlive!

Wildblumen auf dem Schulgelände, selbstgebaute Nisthilfen für Wildbienen, eine Bienen-AG mit eigenem Honig: Zahlreiche Schulen in NRW haben ihre Aktionen vorgestellt.

Alle Infos
Abschied

RückblickDas war #bienenlive 2019

Leider ist das Projekt #bienenlive zuende, die Bienen der drei Königinnen sind in der Winterruhe. Doch hier kannst Du schauen, was im Sommer 2019 alles los war
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